BARUCCOPFEIFER ARCHITEKTUR.
sozialer Wohnungsbau

Lageplan

sozialer Wohnungsbau

Reihe A Erdgeschoss

sozialer Wohnungsbau

Reihe A Obergeschoss

sozialer Wohnungsbau

Querschnitt

sozialer Wohnungsbau

Längsschnitt durch die Wohnräume

sozialer Wohnungsbau

Typologie

NACHHALTIGER SOZIALER WOHNUNGSBAU
I I FOTOS
I PLÄNE
Die Geschichte des sozialen Wohnungsbaus ist tief mit der Idee der Gartenstädte aus den 20er Jahren verknüpft. Nach dem anhaltenden Wohnungselend in der Kaiserzeit, das vor allem in den Arbeitervierteln zu finden war, entstand der Versuch, dem Wohnungsbau einen tieferen Sinn zu geben. Der Obdach-Versorgung in den Massenunterkünften ohne nennenswerte Lebensqualität wurden Orte der Identität entgegengestellt. Mit der Verortung der Menschen auf einem Stück Land - mag es noch so klein sein - erneuerte sich die Wohnkultur: Aus einer Unterkunft wurde ein Zuhause. Nach dem 2. Weltkrieg begegnete man der Wohnungsnot mit Massenwohnungsbau und den bekannten Zeilensiedlungen mit Laubengang und Mehrspännertypen. Das negative Image des sozialen Wohnungsbaus bildete sich in den 60er Jahren über die "Wohnsilos" der Hochbauten in Stahlbeton-Fertigteilbauweise, die teilweise zur sozialen Anonymität führten.

Der besondere Ort in Form eines abgegrenzten eigenen Stückchen Lands ist ein Sehnsuchtsbild der Menschen. Das vorliegende Konzept für den sozialen Wohnungsbau geht auf diese besonderen Wünsche ein. Im sozialen Mietwohnungsbau werden üblicherweise diese Wünsche auf die Ausstattung der Loggien und Balkone übertragen. Nicht umsonst sprießen dort gerade in den Städten allerorten die selbstgezogenen Tomaten, die Schrebergärten sind nach wie vor en vogue, und in den Zeitschriftenständern mehren sich die Hefte über die ländliche Idylle. Eine Erklärung mag man darin finden, dass dieser Trend eine Antwort auf die Standardisierung und Automatisierung ist, die sich in der Anonymität der wuchernden Städte spiegelt. Der Wille zur Ökologie findet in immer neuen Ausprägungen insgesamt Akzeptanz und weitere Verbreitung.
Projekt: 2016

Auftraggeber:
Bundesverband Leichtbeton e.V., Neuwied

Architekten:
BaruccoPfeifer Architektur. Darmstadt

Mitarbeit:
Dipl. Ing. Ruzica Mikolic


Visualisierung / 3D-Modell: Bence Zobor, Kassel
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